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Weg der Steine
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Eröffnungsrede „Der Weg der Steine“ ein Projekt von Volker Steinbacher und Gerald Wingertszahn, in den Gassen des Alten Orts Neu-Isenburg, 4.Juni 2oo5
Mehrfach haben in den letzten Jahren die Medien uns, meine sehr verehrten Damen und Herren, informiert über die bestürzenden Fälle deutscher Touristen, die in Ländern des Vorderen Orients bei der Wiederausreise festgehalten, verhört, wochenlang in Haft genommen worden sind, weil sie im Gepäck einen Stein bei sich trugen. Der mußte nicht mal von einer ehrwürdigen Ruinenstätte stammen; er konnte auch, ganz harmlos, bei einem Strandspaziergang aufgelesen sein. Der Verdacht allein ist ausreichend. Wofür man ein bißchen Verständnis aufbringen sollte: was seit Napoleons Zeiten an Kunstschätzen allein aus Ägypten, der Türkei, Griechenland, auf krummen Wegen außer Landes geschafft worden und in westlichen Museen und Privatsammlungen gelandet ist, ist immens. Und wird die internationalen Gerichtshöfe wohl noch ein paar Jahrhunderte beschäftigen. Merkwürdig unproblematisch dagegen scheint es, einen Stein in ein fremdes Land einzuschmuggeln. Und dort, wenn es einem behagt, an just den Orten zu deponieren, die zum UNESCO-Kulturerbe der Menschheit gehören. Zum Beispiel Borobudur. Als ich vor zwei Jahren, im Rahmen einer beruflichen Reise, der aus dem 9.Jahrhundert datierenden Tempelanlage im Herzen der indonesischen Hauptinsel Java einen Besuch abstatten konnte, erfüllte ich mir persönlich einen alten Traum. Aber in der Tasche trug ich auch eine Ziegelscherbe mit einem einsamen, aufgemalten Auge. Und im Sinn trug ich meinen Auftrag: das Objekt so zu plazieren, daß es einerseits standfest ruht, andererseits über eine gute Aussicht verfügt. Ich glaube, ich fand einen geeigneten Platz. Auf den oberen der immer schmäler werdenden Terrassen, in die das die kosmische Ordnung spiegelnde Heiligtum gegliedert ist, befinden sich viele glockenförmige Häuschen (Stupas), von regelmäßig durchbrochener Bauweise, so daß man die darin befindlichen Buddhastatuen sehen, ja sie berühren kann. Seit zwölfhundert Jahren halten sie ihre Meditationshaltung ein, geduldig den Strahlen der Äquatorialsonne ebenso trotzend wie den Sturzbächen der Regenzeit, und das offenbar ohne nennenswerte Muskelverspannungen. Sanft und weich wirken besonders die im Lotussitz nach oben gekehrten Fußsohlen. Auf eine solche legte ich in einem unbeobachteten Moment meine Scherbe nieder, so, daß ihr Auge, je nach Laune, den Buddha betrachten kann oder die vorbeistolpernden Touristen oder den nördlich von Borobudur sich erhebenden Vulkan. ...weiter
© Dr.Roland Held, Darmstadt 2005
Volker Steinbacher und die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Versuch über einen Schöpfer zeitgenössischer "Erdlebenbilder"
Wo, beim gemeinsamen Durchgehen seiner Bilder, Volker Steinbacher an den Punkt kommt, da er die Erklärungen abbricht, aus Sorge, in Worten ausgedrückt könne das Geheimnis trivial werden - dort fängt die Aufgabe des Interpreten an. Es ist dies der Punkt, da im Terrain seines künstlerisches Schaffens Schilder aufragen mit bedeutungsschweren Begriffen: "Elementar", "Erdgeschichtlich", "Kosmisch". weiter
Dr. Roland Held, im Mai 2003
Landschaft als Material
Material als Landschaft
Volker Steinbachers großformatige Landschaften bilden einen in sich geschlossenen Werkkomplex, der in seiner gegenständlichen Bindung eine Ausnahme im vorwiegend abstrakt verstandenen Oeuvre darstellt. In seinen Gebirgen und Wasserfällen, seinen rot glühenden Gesteinsmassen, Vulkanausbrüchen und Eishöhlen wird die Faszination des Physiokratischen deutlich. Insbesondere der Macht der Naturgewalten, wie sie sich in der Motivwahl ausdrückt, kann dabei sowohl schöpferische wie programmatische Bedeutung zugemessen werden. …weiter
Priv. Doz. Dr. Sigrid Hofer
im Oktober 2001
Zu den Arbeiten von Volker Steinbacher
Ausstellung in der Galerie F.A.C. Prestel Februar und März 2000
Prof.Dr. Sigrid Hofer
Die Papierarbeiten Volker Steinbachers stellen Momentaufnahmen dar. Seine Werke bezeugen in ursprünglicher Weise den Prozeß künstlerischer Entwicklung, einen Prozeß, den sie bündeln, da sich in ihnen mehrere Werkphasen verbinden. Dabei sind die Arbeiten nicht notwendig von Dauer; einige von ihnen können bald schon wieder verschwunden sein. …weiter
Bild erfinden
Bilder finden
Zu den Arbeiten von Volker Steinbacher
Fundstücke spielen in der Kunst Volker Steinbachers eine große Rolle. Ein weggeworfenes Stück Metall, vom Rost zerfressen, eine alte Regenrinne, die zur Druckplatte umfunktioniert wird, Zeichnungen und Radierungen, die in neue Bilder Eingang finden. Dabei bleibt sowohl die Herkunft der Arbeitsmaterialien als auch der Bildbestandteile sichtbar und wird Teil des künstlerischen Prozesses, ein Vorgehen, das die Genese der Arbeiten in das Werk einbezieht, sie gleichsam zum Thema erhebt. …weiter
©Dr. Sigrid Hofer, im Sommer 1998
Bild/ Gegenstand
Zu neuen Arbeiten von Volker Steinbacher
Die Verbindung von Bild und Objekt hat als künstlerische Aussage bereits eine Geschichte, die weit in die Anfänge unseres Jahrhunderts zurückreicht.Das Realobjekt, der vorfabrizierte, außerhalb der Kunst entstandene, zum Kunstwerk erklärte oder ins Kunstwerk eingebaute Gegenstand, wurde u.a. von Kubisten und Konstruktivisten, den Nouveaux Réalistes und in der Pop Art gleichermaßen verwendet. …weiter
Ortrud Toker, im Juni 1997
Volker Steinbacher
1957 geboren in Neu-Isenburg
1976 - 82 Studium an der Staatl. Hochschule für Bildende Künste, -Städelschule-, Frankfurt/Main
1983 - 84 Theatermaler bei den Städt. Bühnen in Frankfurt/Main
1984 - 85 Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach
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Projekte
1985 Die Wanze von Wladimir Majakowski , Szenenbilder, Galerie Kunstlicht, Frankfurt/Main
1985 Bühnenbild und Kostüme zu Zha Khani , Musiktheater von H.J. Hespos, Produktion des Hessischen Rundfunks
1998 Trompe L´il , Mirabel
2001 Das Georgische Gastmahl des West-stlichen Diwans , mit Zafer Toker, Frankfurt/Main
2003 Der Weg der Steine, Planet Erde
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Das aktuelle Projekt von Volker Steinbacher
Weg der Steine - Metaphysische Webkamera
Dokumentation
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